Der Fall des Karl Theodor zu Guttenberg
Machtplanet Pluto hat den strahlenden Schützemann erwischt – erst war Karl Theodor Freiherr zu Guttenberg seinen Doktor los – und jetzt auch sein Amt als Verteidigungsminister! Denn Pluto bringt Verborgenes ans Licht, ob man will oder nicht. Und so ist der beliebte Politiker über ein Geheimnis aus seiner Vergangenheit gestolpert – er hat bei seiner Doktorarbeit geistige Leistungen anderer benutzt und als seine eigenen ausgegeben. Das ist kein Kavaliersdelikt, auch wenn es manche gern so sehen würden. Schon gar nicht wenn man in der Regierungsverantwortung steht.
Eigentlich hat der Ex-Minister im Geburtshoroskop eine typische Glückskind-Konstellation: Seine Sonne (Sternzeichen) steht in direkter Verbindung mit Glücksplanet Jupiter. Das zeigt Beliebtheit und Charisma an. Es ist eine Art Messias-Faktor: So jemandem will man glauben, man will ihn nicht fallen sehen, denn mit seinem Fall gehen die eigenen Wünsche und Hoffnungen dahin. Die Kehrseite dieser Konstellation ist eine gewisse Überheblichkeit, die Überzeugung, dass man Recht hat und einem schon nichts passieren wird. Das kann bis hin zu einer gewissen Fahrlässigkeit gehen – und tatsächlich hat sich zu Guttenberg im ersten, authentischen Umgang mit der Krise so ziemlich alle diese Schwächen geleistet. Man merkte deutlich, dass er erst nach einigen Tagen des Nachdenkens - und wahrscheinlich auch des Coachings - anfing, sich etwas bescheidener zu zeigen. Nun fühlen sich all die Intellektuellen und Nachdenklichen bestätigt, die dem Glamour und den selbstherrlichen Aktionen des Ministers gegenüber bereits skeptisch waren. Er musste einsehen, dass es keinen anderen Ausweg gab, als zurückzutreten.
Der astrologische Auslöser – nicht der einzige, aber der wichtigste - für die Krise ist Pluto, Planet der Macht, der Geheimnisse und des Verborgenen. Er steht zur Zeit auf 7 Grad Steinbock – und rüttelt an den Grundfesten derjenigen Persönlichkeiten, die wichtige Punkte und Planeten im Bereich 6 bis 8 Grad Steinbock haben. (Achtung: Pluto braucht 248 Jahre für einen Umlauf, d.h. eine solche Konstellation tritt nur alle 248 Jahre einmal auf und hat dann eine durchschlagende Wirkung!) In Freiherr zu Guttenbergs Geburtshoroskop steht die Venus genau auf dem kritischen 7. Grad Steinbock. Venus weist in diesem Zusammenhang auf die Beliebtheit, die guten Beziehungen, die Werte, das Vermögen und das Selbstwertgefühl des Freiherrn hin – alles Bereiche, die bei zu Guttenberg durch die Krise empfindlich getroffen wurden.
Ein "schwerer Pluto-Fall" wie dieser lässt sich nicht geheim halten, wenn man in der Öffentlichkeit steht, denn Ereignisse unter dem Einfluss von Pluto sind immer sehr massenwirksam. Von daher ist übrigens nicht auszuschließen, dass die gesamte Regierung Deutschlands in diese Krise mit hineingezogen wird. Noch bis Mai bewegt sich Pluto rund um diesen 7. Grad, es bleibt kritisch für zu Guttenberg – möglicherweise kommt noch heraus, dass die ganze Doktorarbeit von einem Ghostwriter abgefasst wurde - oder was es sonst noch an bisher unentdeckten Geheimnissen gibt! Es war die richtige Maßnahme des Freiherrn, zurückzutreten, um das Risiko für Merkel und Co. zu minimieren.
Im besten Falle geht Theodor zu Guttenberg nachher geläutert und gereift aus der Krise hervor. Seine Werte stehen auf dem Prüfstand: Will er beliebt sein, weil er so eine umwerfende Ausstrahlung hat oder will er durch wahre Integrität und Leistung glänzen? Pluto hat ihm – und uns – vorgeführt, dass Schönheit und Ausstrahlung allein nicht reichen, wenn an der Basis etwas faul ist. Der Skandal um die Doktorarbeit und das Verhalten zu Guttenbergs nachdem er damit konfrontiert wurde, zeigten sein "wahres Gesicht" angesichts einer Krise. Er muss sich nun in den Spiegel schauen und sich fragen: Was kann ich tun, um den Betrug wieder gut zu machen? Wie kann ich mich entwickeln um zu beweisen dass es mir ernst ist mit meinem Beitrag für Politik und Gesellschaft?
Sein grundsätzliches Glück wird Freiherrn zu Guttenberg weiterhin zur Verfügung stehen. Aber der Kosmos verlangt von ihm, dass er tief greifende Konsequenzen aus dem Fall zieht und beweist, dass er bereit ist, aus den Fehlern der Vergangenheit zu lernen.