• Twitter
  • Facebook

"13. Sternzeichen gefunden" und ähnliche Meldungen

"ASTROSCHOCK" titelte die BILD-Zeitung am Samstag, den 15. Januar. Mir schwante nichts Gutes als ich ich informationshalber zu der Zeitung griff und sie kaufte. Zum 'zigsten Male musste ich lesen, wie behauptet wurde,  dass Horoskope falsch seien, weil die Sternbilder gar nicht mit dem Tierkreis übereinstimmten, dass die Erde "eiere", undsoweiter undsofort. Mir wurde klar, um eine Gegendarstellung würde ich nicht herumkommen, damit würde mein Samstagabend dahingehen. Eigentlich habe ich es satt, immer aufs Neue zu rechtfertigen, dass die Astrologie von heute nichts mehr mit den Sternbildern von vor 2000 Jahren zu tun hat. Aber ich muss natürlich beweisen, dass ich  mein Handwerk verstehe und dass ich erklären kann, was dem Kollegen von der BILD-Zeitung solches Kopfzerbrechen bereitete. Wir Astrologen arbeiten nämlich überhaupt nicht mit den alten Sternbildern. Vielmehr benutzen wir,  um die Bahnen und Punkte von Planeten und Fixsternen zu studieren, das System des Tierkreises. Es ist bestechend klar und logisch, von atemberaubenden geometrischer Schönheit und mathematischen Stimmigkeit – es würde jedem Kritiker sofort die Tränen in die Augen treiben, machte er sich die Mühe, es zu verstehen. Dieses Tierkreis-System entstand zwar auf der Grundlage der alten Sternbilder, doch in seiner heutigen Form ist es Computer-kompatibel, modern und es bildet die Realität unseres Alltags hier auf der Erde ab, inklusive Jahreszeiten, Himmelsrichtungen und Tag- und Nachtrhythmus. Analog zur technischen Entwicklung der letzten Jahre und Jahrhunderte entwickelte sich nämlich auch die Astrologie weiter. Was als naturgegebenes Leitsystem für die antiken Seefahrer anfing, mit Sternbildern als Eselsbrücke, ist heute eine Softwaregestützte Hochleistungsnavigation, basierend auf NASA-Daten, wegweisend für den menschlichen Lebensfahrplan, inklusive Berufswahl, Partnerkompatibilität, Gesundheitscheck und Finanztiming. Aberglauben und Mystery rund um die Astrologie spielen sich vorwiegend in den Köpfen der Medienleute ab – sie trauern dem antiquierten Bild des Glaskugel lesenden Zigeuner-Astrologen nach, weil es so schön griffig war. Doch die professionelle Astrologie von heute hat mit der antiken Sternbild-Kunde, die immer als Referenz für die Story vom "falschen Horoskop" herangezogen wird, etwa soviel zu tun wie Keilschrift-Tontafeln mit Windows Word. Hallo Journalisten, wir Astrologen haben uns weiterentwickelt! Wir tragen Anzüge, benutzen Laptops, sind erstklassig ausgebildet, treffen uns auf internationalen Konferenzen und haben nichts mit den strähnigen Typen zu tun, die in Schmuddelformaten wie "Astro-TV" ihr immer gleiches: "Sie werden eine Reise machen…ich sehe Ihre große Liebe…es kommt Geld herein…" brabbeln. Es stimmt, die Astrologie blickt auf eine 4000jäjrige Tradition zurück, weit mächtiger als die meisten der Disziplinen, aus denen ihre Kritiker kommen, aber das heißt nicht, dass sie in dieser Tradition steckengeblieben ist! Kompetent ausgeübte Astrologie von heute ist relevant, nützlich und funktioniert. Punkt. Und wenn sie nicht funktioniert, liegt das daran, dass der aktive Astrologe falsch zitiert wird - oder sein Handwerk nicht versteht. Was auch in vielen anderen Branchen vorkommt.

Soweit meine Entgegnung auf den ziemlich wirren Artikel über falsche Horoskope in der BILD vom 15.1.2011. Wer mehr über die technischen Fähigkeiten und den Nutzen der Astrologie erfahren möchte, dem empfehle ich mein Buch "Geheimnisse der Astrologie" und darin das Kapitel: "Ein Leitfaden zur Astrokompetenz".